Welche Schmerzmittel sollte man bei Nierensteinen nehmen?

Die bei Nierensteinen aufkommenden Koliken sind manchmal nur schwer ohne Hilfsmittel zu ertragen. Die einfachste, aber nicht die beste Lösung hier sind Schmerzmittel. Es gibt sie in verschiedenen Formen und Preisen. Nicht jedes Medikament ist geeignet. Die Einnahme verschreibungspflichtiger Präparate sollte stets in Absprache mit dem Hausarzt erfolgen. Geschieht dies nicht, so können bei unsachgemäßer Verwendung schwerwiegende Nebenwirkungen eintreten. Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Produkte am häufigsten eingesetzt werden und die größte Wirksamkeit entfalten. Außerdem erhalten Sie einen groben Überblick darüber, ob ein Mittel frei verkäuflich oder rezeptpflichtig ist.

Welche Schmerzmittel sind bei Nierensteinen eher ungeeignet?

Falls keine Operation vorgenommen wird, sind Schmerzmittel, welche nur örtlich betäuben oder den ganzen Körper in Schlaf versetzen gänzlich ungeeignet. Es ist wichtig, dass der Patient das Gefühl nicht vollständig verliert, damit er im Notfall erklären kann, was er gerade in einer bestimmten Region des Körpers spürt. Daneben eigenen sich Mittel, die von außen auf die Haut aufgetragen werden ebenfalls nicht. Sie bekämpfen keine Koliken, sondern betäuben nur einzelne Bereiche von außen her. Dies ist am besten zu vergleichen mit der Betäubung beim Zahnarzt.

Nierensteine loswerden

Rezeptfreie Schmerzmittel bei Nierensteinen

An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass auch rezeptfreie Medikamente Nebenwirkungen hervorrufen können. Halten Sie sich daher bitte bei der Einnahme immer streng an die Vorgaben auf dem Beipackzettel. Das wohl bekannteste Schmerzmittel, welches unter Umstände bei Nierensteinen in Frage käme ist Paracetamol. Dieses Präparat eignet sich für die meisten Personen, selbst wenn sie Probleme mit dem Magen und dem Darm haben. Der Grund ist die gute Verträglichkeit. Der Vorteil liegt hier klar auf der Hand: Sogar Kinder können damit behandelt werden. Achten Sie hier jedoch immer darauf, die Dosierung nicht zu überschreiten, denn sonst droht eine Schädigung der Leber.

Verschreibungspflichtige Medikamente: Ein Arzt kann helfen

Sollten die Koliken so stark sein, dass ein normale frei verkäufliches Schmerzmittel nicht mehr den gewünschten Effekt bringt, kann ein Arzt ein stärkeres Medikament verschreiben. Ein Beispiel für ein besonders starkes Präparat liefert Morphin-ratiopharm. Hier wird die Wirkung vor allem durch den Stoff Morphin erzielt. Andere enthaltene Elemente sind arzneilich nicht relevant. Die Dosierung hängt vom Patienten ab und muss individuell abgestimmt werden. Die Verabreichung erfolgt über Tropfen und Retardtabletten. Neben Nierensteinen werden sie auch zur Betäubung nach Operationen oder nach schweren Unfällen verabreicht.

Schmerzmittel helfen bei Nierensteinen nur bedingt

Schmerzmittel sollten bei Nierensteinen nur eingesetzt werden, um die Situation erträglicher für den betroffenen zu machen. Tatsächlich helfen sie hier nur sehr bedingt. Das eigentliche Problem ist die Ausscheidung der einzelnen Kristalle über den Harnfluss. Die hier auftretenden Koliken sind ein Warnsignal des Körpers, welches nicht ignoriert werden sollte. Zusammen mit dem Arzt entscheidet der Patient, ob es im schlimmsten Fall zu einem operativen Eingriff kommen soll. Dieser wird heute aber nur noch selten vorgenommen, da es glücklicherweise zahlreiche alternative Methoden gibt.

Trotz Einnahme von Schmerzmittel ist eine Behandlung ratsam

Selbst wenn die Koliken durch Schmerzmittel gelindert werden und abklingen, sollten sie die notwendigen Schritte zur Behandlung der Nierensteine unternehmen. So geht der Abgang des Steins schneller vonstatten, was den Körper wesentlich entlasten kann. Anschließend sind vorbeugende Maßnahmen angebracht.


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