Welche Arten von Nierensteinen gibt es?

Sie kommen in den unterschiedlichsten Ausprägungen, Varianten und Formen vor. Kein Kristall, welcher sich im menschlichem Organismus bildet gleicht einem anderen. Selbst die Zusammensetzung ist nicht immer gleich, was die Vorgehensweise einer einheitlichen Behandlung in Frage stellt. Denn eine andere Zusammensetzung erfordert logischerweise auch eine andere Maßnahme, um die Ablagerung aufzulösen - oder etwa nicht? Welche Arten von Nierensteinen gibt es in unserem Körper, und wie sehen die Gegenmittel dazu im Vergleich aus? Wir gehen enger auf dieses interessante Thema ein, und klären auf, ob eine Standard-Methode zur Therapie überhaupt sinnvoll ist.

Welche Arten von Nierensteinen häufig sind:Kristalle aus Calcium

Etwa 70 Prozent aller Nierensteine bestehen zu einem gewissen Anteil auf Calcium. Dies bedeutet jedoch nicht,das es von Vorteil wäre, die Zufuhr von Calcium in den Körper zu reduzieren. Oft kann das Mineral einfach nicht richtig verwertet werden. Calcium aus Milch wird beispielsweise weniger gut aufgenommen als aus Blattgemüse. Außerdem führen andere Stoffe und Gegebenheiten dazu, dass sich die Ablagerungen erst bilden können. Diese Art ist die mit Abstand am häufigsten anzutreffende. Der Großteil aller Therapiemethoden ist aus daher auf sie abgestimmt.

Nierensteine loswerden

Arten von Nierensteinen: Harnsäuresteine

Harnsäure enthalten dagegen nur etwa 12 Prozent der aufkommenden Nierensteine. Harnsäure ist ein Produkt, welches durch den Abbau von Purinen im Körper gebildet wird. Der Körper scheidet sie durch den Urin aus, da er sie nicht verwenden kann. Durch die Ernährung kann sie direkt beeinflusst werden. Bestimmte Lebensmittel erhöhen oder senken den Wert, was sich bei überwiegend falschem Essverhalten anschließend in Ablagerungen widerspiegelt. Neben einigen Nahrungsmitteln sind auch viele Medikamente dazu in der Lage, das Gleichgewicht auszuhebeln und erheblich zu stören. Sie sind damit ebenfalls eine potenzielle Ursache für Steine.

Struvit-Steine und Cystinsteine

Diese Arten von Nierensteinen betreffen verhältnismäßig nur wenige Patienten. Nur 1 Prozent der Ablagerungen enthalten diese Stoffe. Sie werden ihrem Material entsprechend manchmal Struvite genannt. Cystin ist eine oxidative Aminosäure, die schwefelhaltig ist. Struvite werden vor allem dann ausgelöst, wenn zeitgleich eine Harnwegsinfektion vorliegt. Die Kristalle bilden sich sehr schnell. Schuld daran sind bestimmte Bakterien, die durch die Spaltung einiger Elemente dafür sorgen, dass die Konzentration des Minerals im Urin ansteigt. Diese Kristalle gehören zu den wenigen, die selbst bei körperlich aktiven und Menschen mit einer perfekten Ernährung aufkommen können.

Verschiedene Arten (Formen) von Nierensteinen

Nierensteine sind nicht nur über Arten unterscheidbar, sondern vorwiegend über Formen und Größen. Letztere sind maßgeblicher Faktor darüber, ob der betroffene Schmerzen hat und wie stark diese sind. Es gibt vier Hautformen, die in der Medizin bekannt sind: Hirschgeweihsteine, Ventilsteine, Korallensteine und Ausgusssteine. Logischerweise wird die Dauer der Ausscheidung abhängig durch die Form schneller oder langsamer ablaufen. Ein kantiger, unförmiger und großer Kristall bleibt viel eher in den engen Gängen und Röhren des Körpers hängen als ein runder und kleiner.

Werden unterschiedliche Arten von Nierensteinen auf die gleiche Weise behandelt?

Es gibt sicher Methoden, die auf einige Arten von Nierensteinen besser Anschlagen als auf andere. Trotzdem können die Kristalle durch die allgemeinen bekannten Methoden alle auf die gleiche Weise behandelt werden. Größere Unterschiede gibt es auf diesem Gebiet also nicht. Der entscheidende Punkt ist die Größe, denn in einigen wenigen Fällen benötigt es tatsächlich eine Operation. Dieser Fall tritt aber äußerst selten ein.


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