Nierensteine: Was kann passieren?

Etwa 10 Prozent aller Menschen in Deutschland bilden mindestens 1 mal im Leben Ablagerungen in den Nieren oder der Galle aus. Obwohl die Größe meist unterhalb eines Zentimeters liegt, sind die Folgen und die Auswirkungen auf das Wohlbefinden des betroffenen gigantisch. Diese Kristalle sind der Auslöser für Koliken und starken Schmerzen im Unterleib und manchmal im unteren Rücken. Meist sind sie harmlos, in Einzelfällen kann es jedoch trotzdem gefährlich werden. Wir zeigen, was im schlimmsten Fall bei Nierensteinen passieren kann.

Was kann passieren, wenn ich meine Nierensteine unbehandelt lasse?

Je nach Größe, Form und Art der Nierensteine kann sogar sehr viel passieren, wenn überhaupt nichts unternommen wird. Es reichen jedoch bereits die gängigen Hausmittel und Übungen aus, um dieses Risiko deutlich zu reduzieren. Zum einen dauern die Schmerzen natürlich länger an, was an sich bereits Grund genug für eventuelle Gegenmaßnahmen ist. Darüber hinaus ist von einem Infekt bis hin zum Nierenversagen durch die Blockierung der Harnwege alles möglich. Dies wird insbesondere dann wahrscheinlich, wenn der Stein in einem Gang festsitzt und sich nicht oder kaum bewegt.

Nierensteine loswerden

Was kann bei Nierensteinen passieren? Gefahren und Risiken

Bei Nierensteinen kommt es neben den üblichen Symptomen wie Übelkeit, einen erhöhten Harndrang, blutigem Urin, Fieber und stechenden Schmerzen gelegentlich zu schwerwiegenderen Auswirkungen. Wie bereits im vorherigen Abschnitt angedeutet ist ein Nierenversagen wohl das größte Risiko. Sind die Nieren beidseitig betroffen, und in ihrer Funktion eingeschränkt, kann daraus sogar ein lebensbedrohlicher Zustand für den betroffenen resultieren. Todesfälle sind aufgrund dieser Umstände aber sehr selten. Trotzdem sind die Gefahren immer ernst zu nehmen, denn ansonsten kann es passieren, dass unerwartete Umstände zu dauerhaften Problemen führen.

Folgen und Langzeitschäden

Neben dem akuten Potenzial für gefährliche Situationen könnte es bei betroffenen nach dem Ausscheiden der Nierensteine und dem Abklingen der Koliken zu Nachwirkungen kommen. Die Wahrscheinlichkeit, erneut Kristalle zu bilden liegt im Gegensatz zu unbelasteten Personen bei etwa 50 Prozent. Im Durchschnitt der Bevölkerung liegt sie dagegen bei nur 5 bis 10 Prozent. Durch die Blockierung der Harnwege kann es außerdem dazu kommen, dass Bakterien und Giftstoffe in die entgegen gesetzte Richtung nach oben wandern. Gelangen sie in den Blutkreislauf, ist eine Blutvergiftung die unmittelbare Folge. Durch eine zu große Druckeinwirkung durch die Ablagerungen können am Nierenbecken Risse entstehen, durch welche Urin in die Bauchhöhle gelangen kann. Letztlich zählt auch die Schrumpfniere zu den möglichen Langzeiteffekten.

Nierensteine: Was kann bei einer Operation passieren?

Eventuelle Komplikationen bei einer Operation sind vor allem Verletzungen an Organen, Nerven und anderen wichtigen Strukturen. Daraus resultierend ergeben sich dann möglicherweise Lähmungserscheinungen, Blutungen und Nachblutungen. Das Risiko für Folgen nach dem Eingriff beinhaltet selten eine Bauchfellentzündung. Häufiger sind Verwachsungen und Infektionen. Einige Patienten reagieren mit allergischen Ausfällen. Neben einigen weiteren Komplikationen, die in Frage kämen, gibt es natürlich noch die gängigen Gefährdungen, welche einem chirurgischem Eingriff in den menschlichen Körper zugrunde liegen. Meist wird aus den hier aufgezählten Punkten bei Nierensteinen zunächst eine anderweitige Therapie ausprobiert.

Was bei Nierensteinen passieren kann, hängt zudem von der Behandlungsmethode ab

Was passieren kann, ist unter anderem eine Frage der getroffenen Maßnahmen zur Behandlung der Nierensteine. Wer vorbeugend agiert, kommt in der Regel erst gar nicht in den Zustand, dass die Kristalle eine nennenswerte Größe erreichen. Dabei ist vor allem die Versorgung des Körpers mit Flüssigkeit ausschlaggebend.


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