Nierensteine - was hilft?

Was bei Nierensteinen hilft, hängt in der Regel von der Art der Steine ab. Unterscheiden lassen sich Kalziumsilikate, Harnsteine, Struvitsteine und Cystinsteine. Erstere sind zum Großteil aus Kaliumsalzen aufgebaut. Harnsteine oder Harnsäuresteine bestehen aus Harnsäure. Struvitsteine entstehen in der Regel durch Infektionen, Cystinsteine aufgrund einer erblichen Stoffwechselstörung.

Was hilft gegen Nierensteine? - Hausmittel und alternative Heilmittel

  • Cranberrysaft
  • Viel trinken
  • Bewegung
  • Vermehrte Zufuhr von Magnesium
  • Bei Schmerzattacken Löwenzahntee oder Buccoblättertee

Nierensteine loswerden

Was hilft? - Cranberrysaft

Als Hausmittel gegen Nierensteine empfiehlt sich Cranberrysaft. Dieser ist in der Lage, den Kalziumgehalt des Urins um die Hälfte zu reduzieren. Die ideale Tagesmenge beträgt einen halben Liter. Wer diesen Saft nicht mag, den lässt sich alternativ Zitronen- oder Orangensaft empfehlen. Beide Säfte erhöhen den Zitratgehalt im Urin, was der Bildung von Kristallen entgegenwirkt.

Was hilft? - Wasser oder andere Getränke in ausreichender Menge

Wasser

Eines der wirksamsten Hausmittel gegen Nierensteine ist Wasser in ausreichender Menge. In der Regel gehen Nierensteine mithilfe einer größeren Trinkmenge an einem Tag über einen Zeitraum von mehreren Wochen auf natürlicher Weise ab. Der Grund ist: Umso häufiger die Spülung der Harnröhre erfolgt, desto mehr verdünnt sich Urin. Daraus ergibt sich eine niedrigere Wahrscheinlichkeit, dass sich aus steinbildenden Substanzen Nierensteine entwickeln.

Die Trinkmenge beträgt im Idealfall zwischen zweieinhalb und drei Litern gleichmäßig verteilt über einen Tag. Vor dem Schlafengehen nochmals Flüssigkeit in ausreichender Menge zuzuführen.

Andere Getränke

Was weiterhin hilft, ist Nieren- oder Blasentee aus der Apotheke, der in der Lage ist, Nierensteine auszuspülen.

Was hilft? - Bewegung

Weiterhin sind bestimmte Bewegungen wie Hüpfen in der Lage, bei Nierensteinen zu helfen. Grundsätzlich hilft BewegungNierensteine zu lockern, was den Abgang dieser beschleunigt. Leicht ist diese oftmals nicht, da vor allem bei einer Nierenkolik jede Bewegung Schmerzen verursacht. Wer in der Lage ist, es auszuhalten, versucht es mit Treppensteigen.

Was hilft? - Magnesium und verschiedene Teesorten

Magnesium

Magnesium wirkt der Bildung von Nierensteinen entgegen. Das bedeutet, bei Nierensteinen empfiehlt sich eine erhöhte Zufuhr dieses Elements entweder in Form eines entsprechenden Nahrungsergänzungsmittels oder in natürlicher Form. Viel Magnesium enthalten Weizenkeime, Blattgemüse und Meeresfrüchte.

Löwenzahn- und Buccoblättertee

Löwenzahntee fördert den Urinfluss und die Nierendurchblutung. Ähnliches gilt für Buccoblättertee, der ebenfalls eine harntreibende Wirkung hat. Beide Teesorten empfehlen sich bei Nierensteinen.

Was hilft gegen Nierensteine? - Ernährung und Behandlungsmethoden

Fett- und fleischarme Ernährung

Bei Harnsäuresteinen hilft oftmals eine fleisch- und fettarme Ernährung. In bestimmten Fällen des Vorhandenseins von Kalziumoxalsatsteinen ist nach Absprache mit dem Arzt oder Ernährungsberater eine Einschränkung von Milch- und Milchprodukten wichtig. Der Grund ist der hohe Kalziumgehalt dieser. Ähnliches gilt für Oxalsäure, die Spinat, Rhabarber oder Mangold enthält.

Grundsätzlich gilt: Wer zu Nierensteinen neigt, tut gut daran, auf eine übermäßige Aufnahme von Zucker und Kochsalz zu verzichten. Weiterhin sind mehrere Mahlzeiten (fünf bis sieben) am Tag sinnvoll.

Medikamentöse Behandlung und Ultraschallbehandlung

Sowohl Harnsäuresteine als Cystinsteine lassen sich in der Regel medikamentös auflösen. In seltenen Fällen ist eine Entfernung im Krankenhaus vonnöten. Dies gilt, wenn die Nierensteine nicht auf natürlichem Wege abgehen und die Wahrscheinlichkeit eines Nierenschadens, einer schweren Infektion oder eines Harnstaus steigt.

Lässt sich ein Krankenhausaufenthalt nicht vermeiden, hilft in vielen Fällen die Zertrümmerung der Nierensteine mittels Ultraschall. Hierbei handelt es sich um die extrakorporale Stoßwellenlithotripsie, bei der Stoßwellen problemlos durch Körpergewebe und Wasser gehen und die harten Nierensteine angreifen, ansonsten nichts. Aus diesem Grund sind sie komplett ungefährlich. Eine Narkose ist bei dieser Behandlungsmethode nicht in allen Fällen erforderlich.

Fazit

Grundsätzlich gibt es mehrere Methoden, um Nierensteine zu behandeln: Hausmittel, alternative Heilmethoden, medikamentöse- oder Ultraschallbehandlung. Was hilft und zum Einsatz kommt, klärt am besten der behandelnde Arzt vorher ab.

Wer auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung, viel Bewegung und eine ausreichende Zufuhr von Wasser achtet, beugt Nierensteinen vor.


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