Nierensteine: Wann zum Arzt?

Meist kommen Sie ganz unverhofft und unerwartet: Die unangenehmen und schmerzhaften Gefühle im Unterleib, ausgelöst durch kleine oder große Nierensteine. Sie können entweder plötzlich aufkommen oder sich langsam anbahnen. Wer zum ersten mal betroffen ist, weiß oft nicht, welche Schritte jetzt notwendig und ratsam sind. Wann ist ein Gang zum Arzt empfehlenswert, und wann sogar unbedingt notwendig? Oder lässt sich das Problem auch mit herkömmlichen Hausmitteln beseitigen? Welche Methode ist die beste für Sie? Wir liefern dazu einen kleinen Überblick.

Ein Besuch beim Arzt kann aufklären

Wenn Sie nicht genau wissen, ob Sie tatsächlich Nierensteine haben, kann ein Besuch beim Arzt für Aufklärung und Gewissheit über Ihren Zustand sorgen.
Meist lassen sich etwaige Ablagerungen jedoch auch recht einfach an einigen typischen Merkmalen selbst diagnostizieren. Beispiele dafür sind stechende Schmerzen beim Wasserlassen oder Blut im Urin.

Nierensteine loswerden

In welchen Fällen brauche ich keinen Arzt bei Nierensteinen?

Halten sich die Probleme und Beschwerden in gewissen Grenzen, handelt es sich häufig nur um sehr kleine Nierensteine. Diese gehen nicht selten sogar von ganz alleine ab, und benötigen in den meisten Fällen keinen Arzt, der zusätzliche Maßnahmen ergreift. Hier können naturheilkundliche oder homöopathische Methoden durchaus greifen und den Abgang der Ablagerung drastisch beschleunigen. Auch bestimmte Bewegungsabläufe sind immer gut, auch wenn sie fast immer mit schmerzhaften Stichen im Unterleib verbunden sind. Davon darf sich ein betroffener jedoch nicht beirren lassen, denn ruhiges Liegen ist so ziemlich das schlechteste, was Sie jetzt tun können.

Wann ein Gang zum Arzt unvermeidbar ist

Ab einem bestimmten Durchmesser wachsen die Probleme durch Nierensteine drastisch an. In sehr seltenen Fällen muss sogar eine Operation durchgeführt werden. Richtig gefährlich wird es, wenn sich ein Nierenstein im Harnleiter festgesetzt hat, und sich auch durch Bewegung, Medikamente oder anderen Mitteln nicht mehr bewegen lässt. Hier sollte unbedingt ein Fachmann oder Arzt, am besten ein Urologe aufgesucht werden. Bei länger anhaltenden und ungewohnt starken Krämpfen muss der Notruf gewählt werden.
Dem Patienten wird dann normalerweise ein spezielles spezielle Kolik-Medikament verabreicht.

Was kann ich selber bei Nierensteinen ohne Arzt tun?

Ist gerade kein Arzt in Reichweite, oder sind die Beschwerden nur geringfügig, können eigene Maßnahmen den Zustand verbessern und den Abgang erleichtern. Die konservativen Methoden umfassen vor allem eine Schmerzlinderung. Der Unterleib und die betreffende Stelle immer möglichst warm und in Bewegung halten. Außerdem ist eine reichliche Zufuhr von stillem Wasser ratsam. Das Wasser muss in kleinen Schlücken eingenommen werden. Eine zersetzende Wirkung gegenüber Nierensteinen entfaltet auch Rettich, wenn er richtig zubereitet wird. Beschleunigen kann den Vorgang der Saft des Granatapfel, von welchem zu diesem Zweck etwa 1 Glas pro Tag getrunken wird.

Resümme: Ab wann und ob zum Arzt bei Nierensteinen?

Als Fazit kann man sagen: Für eine schnelle und vor allem sichere Diagnose ist grundsätzlich immer ein Arzt aufzusuchen. Für die eigentliche Behandlung muss dies aber nicht immer notwendig sein, hier kommt es vor allem auf die Schwere des Problems und die Größe der Nierensteine an.
Außerdem zum Tragen kommen persönliche Gegebenheiten sowie der aktuelle gesundheitliche Zustand des Betroffenen. Einen Experten zu befragen ist zwar nicht immer ein Muss, kann aber niemals schaden.


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