Nierensteine ohne Operation entfernen

Viele Menschen sind von Nierensteinen betroffen. Glücklicherweise ist eine Operation nur die allerletzte Option, um diese zu entfernen. Im Vorfeld gibt es noch andere Möglichkeiten, die Nierensteine wieder loszuwerden. Der Patient kann selbst Einiges tun, um seinem Körper zu helfen, die lästigen Steine ohne ärztlichen Eingriff zu entfernen. Und falls das nicht gelingt, stehen einem Arzt noch einige Möglichkeiten offen, ohne eine Operation durchführen zu müssen.

Unterstützende Maßnahmen gegen Nierensteine

Etwa vier von fünf Nierensteine gehen spontan und ohne Behandlung ab. Zum Entfernen der restlichen Steine ist in den allermeisten Fällen auch keine Operation nötig. Es kann helfen, zunächst einmal die schmerzenden Nierenbereiche durch Wärme zu entspannen, entweder durch warme Vollbäder oder eine Wärmflasche. Außerdem sollte der Patient ausreichend trinken und durch Bewegung versuchen, die Steine so zu positionieren, dass sie mit dem Harn abgehen können. Das kann durch Treppensteigen oder Hüpfen geschehen. Diese Maßnahmen können bereits ausreichen, die Nierensteine zu entfernen.

Erste Behandlung durch den Arzt

Liegt bereits eine Nierenkolik vor, ist auch das noch kein Grund zur Operation. Zunächst wird der Arzt die Schmerzen behandeln und ein krampflösendes Mittel spritzen. Danach ist es wichtig, die Lage und Größe der Steine festzustellen. Das wird per Ultraschall oder radiologisch gemacht. Dabei wird zumeist festgestellt, dass keine Operation nötig ist. Kleine Steine aus Harnsäure und Kalziumoxalat von vier bis acht Millimeter Durchmesser können meist ohne Probleme mit Hilfe eines krampflösenden Mittels, Wärme im betroffenen Bereich, Bewegung und Medikamenten, die steinauflösend wirken, behandelt werden. Nachdem das krampflösende Mittel gegeben wurde, kann der Patient durch Hüpfen oder andere Bewegungen den Stein in Bewegung bringen und dadurch kann der Körper ihn selbst ausscheiden. Zudem werden Alkali-Zitrate verabreicht, die den Harn entsäuern und sowohl die Bildung neuer Nierensteine verhindern wie auch schon vorhandene teilweise auflösen.

Nierensteine loswerden

Größere Nierensteine ohne Operation entfernen

Größere Nierensteine lassen sich leider nicht allein mit Medikamenten entfernen. Aber dennoch geht es oft ohne Operation. Stattdessen kann zum Entfernen des Steins eine Stoßwellenbehandlung versucht werden. Sie ist für den Patienten schonender als eine Operation, kommt ohne Narkose aus und ist ambulant durchzuführen. Durch die Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie oder Laserlithotripsie werden Stoßwellen oder Laserstrahlen von außen direkt auf den Stein gelenkt und dieser dadurch zertrümmert. Das Gerät erfasst die Lage des Steins und kann auch nachkorrigieren, wenn der Stein unter der Behandlung etwas verrutscht. Die entstehenden Trümmer gehen dann mit dem Urin ab. Leider lassen sich auf diese Weise nur Nierensteine bis zu einer Größe von höchstens drei Zentimetern entfernen. Das Entfernen von großen Nierensteinen kommt nicht ohne Operation aus. Wobei die meisten Eingriffe minimalinvasiv sind. So wird beispielsweise eine endoskopische Behandlung durch den Harnleiter ausgeführt und kann die Nierensteine entfernen, ohne eine Schnittoperation anwenden zu müssen. Nur bei sehr großen Steinen ist immer noch eine herkömmliche Operation nötig.

Die Nachbehandlung

Um künftig ein Leben ohne Nierensteine führen zu können, sollten einige Aspekte berücksichtigt werden. Nierensteine können entstehen, wenn der Patient zu wenig trinkt. Deshalb ist es wichtig, in ausreichendem Maß zu trinken. Außerdem sollte die Ernährung auf weniger Fleisch und mehr Gemüse und Obst umgestellt werden. Kalzium aus Milchprodukten und Käse ist erlaubt, das fördert keine Bildung von Steinen. Salz dagegen ist nur in geringen Mengen erlaubt. Wer Steine aus Kalziumoxalat gebildet hat, sollte weitgehend auf oxalathaltige Nahrungsmittel verzichten.


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