Nierensteine durch Zucker

Nierensteine sind klein und unscheinbar, und können doch zu starken gesundheitlichen Einschränkungen sowie heftigen Schmerzzuständen führen. Heute weiß man, dass sie sich aus verschiedenen Bestandteilen des menschlichen Urins zusammensetzen. Warum die Bildung von Kristallen erfolgt, kann mehrere Gründe haben. Die Trinkgewohnheiten gehören zu den ersten Anhaltspunkten, wenn es um die Ursachenforschung geht. Insbesondere sehr süße Getränke stehen neuerdings unter Verdacht. Forscher vermuten, dass Zucker die Bildung von Steinen im Körper recht stark begünstigen kann. Was es mit diesem überall vorzufindenden und nicht mehr wegzudenkenden Nahrungsmittel alles auf sich hat, erfahren Sie in diesem Artikel.

Wie Zucker Nierensteine begünstigt

Eigentlich ist es gar nicht der Zucker, welcher die begünstigenden Eigenschaften auf Nierensteine hat. Es ist viel mehr ein Teil davon: Fruktose. Fruktose hat entscheidende Auswirkungen auf den Stoffwechsel, und erhöht die Verarbeitung von Kalzium und Harnsäure über unsere Nieren. Die Kristalle bilden sich bevorzugt, wenn ein überdurchschnittlicher Gehalt dieser Elemente im Körper vorhanden ist. Etwa 70 Prozent aller Ablagerungserscheinungen bestehen aus den genannten Stoffen und Mineralien. Als die größten Gefährder haben sich vor allem süße Getränke und insbesondere Energie-Drinks herausgestellt.

Nierensteine loswerden

Zucker vermeiden gegen Nierensteine?

Es kann durchaus ein sinnvoller Schritt sein, die Aufnahme von Zucker zu beschränken und auf ein kleineres Maß zu setzen. Hier kann die Wahrscheinlichkeit, an Nierensteinen zu erkranken bestenfalls um bis zu 30 Prozent verringert werden. Vor allem empfehlenswert wäre es, auf sehr stark gesüßte Lebensmittel, Getränke und Süßigkeiten zu verzichten. Vor allem Limonaden haben sich in der Vergangenheit als Risikofaktor erwiesen. Der tägliche Energiebedarf sollte stattdessen mit Hilfe von langkettigen Kohlenhydraten gedeckt werden, wie sie etwa in Schwarzbrot enthalten sind.

Alternativen zu Zucker

Wer heute auf den süßen Geschmack von Zucker nicht verzichten möchte, hat dafür zahlreiche Alternativen zur Auswahl. Ein klassischer Süßstoff beispielsweise wirkt sich nachweislich nicht negativ auf die Neubildung von Nierensteinen aus. Außerdem gilt: Natürliche Lebensmittel sind immer besser als industriell verarbeitete Stoffe. Schnelle Energielieferanten sind beispielsweise frisches Obst und Gemüse. Sie enthalten zwar sehr viel Dextrose, haben jedoch kaum nachteilige Eigenschaften und sind keine direkte Quelle für Nierensteine. Auch hier sollten Sie es jedoch nicht übertreiben, da der Insulinspiegel durch einen zu übermäßigen Konsum stark ansteigen könnte.

Nierensteine sind nicht nur durch die Ernährung bedingt

Wichtig ist zu wissen, dass Zucker keinesfalls die alleinige Ursache für Nierensteine ist. Diese werden nämlich durch weitere Aspekte wie einer ungünstigen Ernährungsweise oder einem Mangel an körperlicher Aktivität beeinflusst. Andere Elemente, wie zu viel Kalzium, Vitamin D oder sonstige Mineralien kommen unter anderem in Frage. Selbst die körpereigenen Gene sind ein möglicher Faktor. Werden alle wesentlichen Punkte aber beachtet und entsprechend den Bedürfnissen angepasst, ist es tatsächlich möglich, der Bildung von Steinen und Kristallen zu 100 Prozent vorzubeugen.

Zucker zur Vorbeugung von Nierensteinen reduzieren

Da Nierensteine einer Vielzahl von Ursachen zugrunde liegen, ist ein vollständiger Verzicht auf Zucker natürlich nicht erforderlich. Im Gegenteil, es kann sogar unter gewissen Umständen schädlich für die Gesundheit und das Wohlbefinden sein. Trotz allem ist eine Verringerung insbesondere dann zu empfehlen, wenn der Konsum in Vergangenheit sehr hoch war und bereits zu Problemen geführt hat.


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