Nierensteine durch Alkohol – eine unterschätzte Gefahr

Der häufigste Grund für Nierensteine ist eine ungesunde Ernährung, verbunden mit einer insgesamt inaktiven Lebensweise. Nierensteine können aber auch durch Alkohol begünstigt werden. Die Steine bauen sich zunächst aus winzig kleinen Eiweißen und Salzkristallen langsam auf und wachsen im Urin. Sobald sie eine bestimmte Größe erreicht haben, können sie den schmalen Harnleiter verstopfen. Ein Überangebot an Eiweiß und Alkohol kann Nierensteine begünstigen. 80 % der Nierensteine bestehen aus Calciumoxalat, einem Salz des Calciums. Je nach Zusammensetzung des Urins sind Harnsäuresteine und Calciumphosphatsteine ebenfalls verbreitet.

Nierensteine durch Alkohol - Alkohol ist ein Zellgift

Falsche Ernährung ist das Hauptrisiko für Nierensteine. Begünstigt werden sie durch Stress, Bewegungsmangel, wenig Flüssigkeitszufuhr und eine Überernährung mit Alkohol und Eiweißen. Kommen mehrere Faktoren zusammen, ist die Entstehung von Nierensteinen durch Alkohol und andere Substanzen schon vorprogrammiert. Übergewicht spielt in diesem Zusammenhang ebenfalls eine große Rolle. Die meisten Patienten mit Harnsäuresteinen sind übergewichtig. Da Alkohol viele Kalorien hat, ist er ein Risikofaktor für Übergewicht. Alkohol wird zwar gerne als Genussmittel bezeichnet, doch er hat auf den Körper die Wirkung eines Giftes. Die Nieren haben eine extrem wichtige Aufgabe im Körper, denn sie befreien ihn von Abfallprodukten und Giften. Etwa 300 Mal am Tag filtern sie unser gesamtes Blut. Täglich fließen 1.800 Liter Blut durch unsere Nieren. Sie bilden wichtige Hormone und sind für den Flüssigkeitshaushalt zuständig. Wer mehr als ein Glas Wein oder zwei kleine Gläser Bier pro Tag trinkt, belastet seine Nieren unnötig. Durch Alkohol wird eine größere Harnmenge erzeugt, was den Harndrang nach Alkoholkonsum erklärt. Durch Koffein wird das Gleiche bewirkt. Der Harndrang suggeriert zwar, dass Nieren und Harnwege durchgespült werden, schützt aber nicht. Bei älteren Menschen ist das Risiko für Nierensteine durch Alkohol besonders hoch. Alkohol und Koffein entwässern, so dass der Urin nach dem Genuss stärker konzentriert ist. Diese Dehydrierung muss wieder ausgeglichen werden. Harntreibende Tees und wasserhaltiges Obst und Gemüse wie Melone und Gurke sind ideal, um den gewünschten Effekt zu erzeugen.

Nierensteine loswerden

Nierensteine durch Alkohol - Wasser und Tee trinken schützt

Wer genug trinkt, kann die schädlichen Stoffe problemlos ausscheiden. Mindestens zwei bis drei Liter Wasser oder Tee täglich sollten es sein. Werden die Harnwege nicht gründlich durchgespült, setzen sich die Kristalle an den Zellwänden ab. Mit der Zeit werden es immer mehr und die Harnleiter verengen sich. In manchen Kreisen herrscht die Meinung vor, dass Nierensteine durch Bier ausgeschwemmt werden. Wenn überhaupt, sollte nur alkoholfreies Bier getrunken werden. Die gesunden Bestandteile des Getränkes sind isotonisch und gleichen den Flüssigkeitsverlust aus. Auch tierisches Eiweiß ist problematisch. Mehr als 150 g tierisches Eiweiß täglich sollte niemand zu sich nehmen. Jedes Gramm, das darüber hinausgeht, steigert das Risiko für Nierensteine deutlich.

Auch durch Alkohol, schwarzen Tee, Hartkäse und Nüsse erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, Nierensteine zu bekommen. Meiden Sie auch Nahrungsmittel mit hohem Puringehalt. Dazu gehören Weizenkleie, Innereien, Geflügelhaut, Heringe, Sardinen, Sardellen und Bries. Sind erst einmal Calciumsteine vorhanden, können sie nicht mehr aufgelöst werden. Werden sie früh genug erkannt, können kleine Steine ohne große Eingriffe entfernt werden. Johannisbeersaft kann den Urin alkalisieren. Zwei Gläser täglich werden empfohlen. Auch wenn es lästig ist: Risikopatienten sollten abends so viel trinken, dass sie nachts einmal zur Toilette müssen.


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