Natron gegen Nierensteine

Eine Übersäuerung des Körpers wird unter vielen Fachleuten als möglicher Auslöser für Nierensteine diskutiert. Diese Vermutungen beruhen auf wissenschaftlichen Untersuchungen, die bereits häufig durchgeführt wurden. Meist geschah dies mit einem völlig anderen Ziel, diese Erkenntnisse wurden rein zufällig getroffen. Ein altbekanntes Mittel, um den Haushalt zwischen Säuren und Basen wieder herzustellen ist Natron. Kann es dabei helfen, ein akutes Leiden zu lindern oder gar vollständig zu heilen? In diesem Artikel befassen wir uns mit dieser Thematik und gehen auf die einzelnen Anhaltspunkte ein.

Was bewirkt Natron bei Nierensteinen?

Natron bringt in erster Linie den pH-Wert im Körper wieder auf ein gesundes Maß. Bei der Bildung neuer Nierensteine ist dieser Wert oft aus dem Gleichgewicht gebracht, was die Entstehung und Vergrößerung der Ablagerungen begünstigen könnte. Im Grunde wird einer Übersäuerung entgegen gewirkt. Das Mittel ist für diese Eigenschaft bekannt und wird daher gerne nach dem Konsum besonders reichhaltiger Mahlzeiten und gegen Sodbrennen eingesetzt. Hier leistet es gute Abhilfe. Die Wirkung tritt schnell ein, hält aber nicht immer sehr lange.

Nierensteine loswerden

So setzt man Natron richtig gegen Nierensteine ein

Bislang gibt es noch keine öffentlichen Studien oder gefestigte Erkenntnisse, ob diese Behandlungsmöglichkeit hilft oder den Zustand aufgrund der vielen Salze noch verschlimmern könnte. Es ist daher dringend davon abzuraten, Natron gegen Nierensteine ohne die vorherige Absprache mit einem Arzt einzusetzen. Akute Leiden können nur dann gelindert werden, wenn beispielsweise Sodbrennen vorliegt. Jeder Mensch reagiert individuell, daher sollten Sie im besten Fall die Menge des Pulvers testen. Nach der Einnahme merken Patienten meist rasch, ob die Menge zu gering oder zu hoch ist. Eine Überdosierung ist nach bisherigen Erkenntnissen kaum möglich.

Nierensteine: Natron ist kein Allheilmittel

Bei der Behandlung von Nierensteinen mittels Natron sind keine Wunder zu erwarten. Die Wirkung, sofern eine entsteht, entfacht sich zu aller erst im Magenbereich. Es kann Stunden dauern, bis die ersten Auswirkungen auf den Harnbereich zu spüren sind. Diese können sowohl positiv als auch negativ ausfallen, daher raten wir unbedingt dazu, sich von einem Fachmann beraten zu lassen. Die Niere wird bestenfalls durch die Stabilisierung des pH-Wertes gereinigt, dies kann mitunter aber zu kurzen Steigerungen der Schmerzen führen.

Alternativen zu Natron bei Nierensteinen

Eine ebenfalls unbedenkliche Alternative zu Natron, ist die Zitrone. Ihr Saft gilt seit Jahrzehnten als gutes Hausmittel gegen Nierensteine. Die großen Mengen an Zitrat und Kalium helfen dabei, Ablagerungen aufzulösen und den Abgang somit zu beschleunigen und deutlich zu erleichtern. Die allgemeine Empfehlung lautet, den Saft der Zitrone mit stillem Wasser zu mischen und davon 2 bis 3 Liter jeden Tag zu trinken. Dies kann mehrere Wochen so durchgeführt werden. Die Menge muss dabei so gewählt werden, dass das Wasser nicht säuerlich schmeckt.

Nierensteine & Natron: Fazit

Es gibt zwar kaum medizinische Untersuchungen zum Thema, aber: Natron kann durchaus positive Wirkungen im Bezug auf Nierensteine entfachen, dies ist aber nicht sicher. Als schnelles Mittel ist es eher unbekannt, weshalb hier auch keine zu großen Erwartungen gestellt werden dürfen. Eine sichere Ausweichmöglichkeit ist Zitronensaft, der, wenn er richtig eingenommen wird ähnlich auf den Organismus einwirkt.


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