Muss jeder Nierenstein behandelt werden?

Viele Menschen fürchten sich vor Operationen. Diese Angst kann dadurch bestärkt werden, wenn es plötzlich zur Bildung von Kristallen im Körper und vor allem in der Niere kommt, die starke, plötzlich aufkommende und stechende Schmerzen verursachen. Was viele nicht wissen: Ein chirurgischer Eingriff ist nur in Ausnahmefällen von Nöten. Erfahrene Mediziner wissen von den Risiken, und raten fast immer zu anderweitigen Methoden. Aber muss eigentlich überhaupt jeder Nierenstein zwangsläufig behandelt werden? Und können sie auch von alleine den Weg zum Ausgang finden?

Wann muss ein Nierenstein zwingend behandelt werden?

Ein Nierenstein sollte dann behandelt werden, wenn er eine kritische Größe erreicht hat oder anderweitig Beschwerden auslöst. Es kann passieren, dass sich der Kristall in einem der vielen engen Gängen und Röhren, beispielsweise der Harnröhre festsetzt und steckenbleibt. Oft kann er mittels spezieller Bewegungsabläufe dazu gebracht werden, abzugehen damit er ausgeschieden werden kann. Geschieht dies nicht, droht durch den Stau des Harns eine Blutvergiftung, die lebensbedrohliche Ausmaße annehmen kann. Außerdem können andere Strukturen im inneren des Körpers durch den starken Druck Schaden nehmen.

Nierensteine loswerden

In einigen Fällen gehen Nierensteine von selbst ab

Viele Nierensteine gehen von selbst ab, auch dann, wenn sie nicht behandelt werden. Dies ist insbesondere dann wahrscheinlich, wenn die Größe sich auf wenige Millimeter beschränkt. Trotzdem können diese kleinen Ablagerungen ebenfalls ein schmerzhaftes Ziehen im Bauchbereich oder im unteren Rücken auslösen. Damit ein größerer Kristall von alleine abwandert, solltest du aber einige Maßnahmen zur Unterstützung ergreifen. Damit minderst du die Wahrscheinlichkeit, dass er doch noch irgendwo stecken bleiben kann. Zu diesen Schritten zählt es zum Beispiel, Treppenstufen auf und ab zu steigen.

Auslösende Ursachen sollten behandelt werden

Auch wenn nicht jeder Nierenstein spezielle Schritte zur Heilung benötigt, empfiehlt es sich, näher auf die Auslöser einzugehen. Diese sollten nämlich unbedingt behandelt werden, um nicht erneut zu erkranken. Eine Therapie ist hier der falsche Begriff, denn es handelt sich eher um eine Umstellung der Lebensweise. Zu aller erst ist es von enormer Bedeutung darauf zu achten, dass der Körper zu jeder Tageszeit mit einer ausreichend großen Menge an Flüssigkeit, vorzugsweise stillem Wasser, versorgt ist. Darüber hinaus beugt regelmäßige körperliche Aktivität dem Problem sehr gut vor.

Nierenstein behandelt: Operationen als letzte Option

Ein operativer Eingriff birgt immer Risiken und hat zudem oftmals langfristige Nachwirkungen. Sie ist daher nur das letzte Mittel, um einen Nierenstein zu behandeln. Der häufigste Eingriff ist die Harnleiterspiegelung. Große Steine werden dabei mit Hilfe von Stoßwellen in viele kleine Teile zertrümmert, sodass sie problemlos die Harnröhre passieren können. Eine andere Vorgehensweise ist das Aufschneiden des Gewebes an der betreffenden Region des Körpers. Abschließend werden die Teilchen überprüft. Es ist für die weitere Vorbeugung wichtig, zu wissen woraus sie bestehen. Aus diesen gewonnenen Erkenntnissen kann die spätere Ernährungsweise abgeleitet werden.

Nicht jeder Nierenstein muss behandelt werden -
Gegenmaßnahmen können trotzdem nicht schaden

Es ist in jedem Fall sinnvoll, Nierensteine immer zu behandeln. Denn selbst wenn dies nicht notwendig ist, um den Stein abgehen zu lassen, können dem betroffenen dadurch zahlreiche Beschwerden und Schmerzen erspart werden. Schon die einfachsten Hausmittel wirken manchmal Wunder.


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