Ist eine Nierenstein-OP gefährlich?

Wenn Hausmittel und keine Medikamente keine Wirkung zeigen müssen Nierensteine im Rahmen einer Nierenstein-OP entfernt werden. Ein solcher Eingriff ist in aller Regel ungefährlich, birgt aber dennoch ein paar Risiken. Wie gefährlich eine Nierenstein-OP ist und worauf Betroffene achten sollten.

Nierenstein-OP - diese Komplikationen können auftreten

Eine Nierenstein-OP ist generell nicht gefährlich. Der Eingriff birgt allerdings die typischen Risiken einer Operation. So kann es in seltenen Fällen zu Verletzungen des Harnleiters, Infektionen oder zur Bildung von Narben kommen. Keine dieser Komplikationen hat dauerhafte Folgen. Manchmal erfordert eine Komplikation aber eine zweite Nierenstein-OP oder eine medikamentöse Behandlung. Gefährlich ist auch dies nicht, da chirurgische Eingriffe in jedem Fall gut vorbereitet.

Verletzungen des Harnleiters beispielsweise, werden in der Regel im Rahmen einer zweiten Operation behoben oder heilen nach einigen Tagen bis Wochen von selbst wieder ab. Auch Infektionen heilen meist von alleine ab und haben keine dauerhaften gesundheitlichen Folgen. Sollten sich Narben bilden, kann dies zur Verengung des Harnleiters führen – ein kurzfristiges Problem, da diese Komplikation durch einen kleinen Eingriff behoben werden kann. Manchmal genügt es, dem Patienten entsprechende Medikamente zu verschreiben, um den Nierenstein vollständig zu entfernen. Dies ist allerdings nicht immer der Fall. Manche Komplikationen sind durchaus gefährlich und bedürfen einer zügigen und umfassenden Behandlung durch einen Chirurg.

Nierensteine loswerden

Gefährliche Komplikationen

Manchmal kann es im Rahmen einer Operation zu Blutungen, Blutergüssen oder Nervenverletzungen kommen. Nervenverletzungen können Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühle und weitere Ausfälle herbeiführen. Bei Organverletzungen, die bei diesem Eingriff allerdings äußerst selten sind, besteht unter Umständen Lebensgefahr. So kann es etwa zu einer Bauchfellentzündung kommen oder es treten Verwachsungen im Bauchraum auf, die später Beschwerden hervorrufen können.
Bei Öffnung des Brustkorbs kann sich dort Flüssigkeit oder Luft ansammeln und zu weiteren Problemen führen. Sollte sich ein Stein oder Teile davon im Harntrakt festsetzen, können krampfartige Schmerzen oder ein Harnstau auftreten. Auch hier gilt: Diese Komplikationen treten äußerst selten auch. Selbiges gilt für Wundheilstörungen und andere Probleme, die nach einer Nierenstein-OP auftreten können.

Eine Nierenstein-OP kann also gefährlich sein, meistens treten aber keine Komplikationen auf. Genannte Probleme sind äußerst selten und können meist ohne Schwierigkeiten behandelt werden. Sollte ein zweiter Eingriff notwendig sein, wird dieser umgehend durchgeführt.

Nierenstein-OP nicht gefährlich

Ob eine Operation an den Nieren gefährlich ist, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Im Normalfall handelt es sich um einen Routine-Eingriff, der keine Risiken birgt und somit auch nicht gefährlich ist. Allerdings können potentiell eine Menge Komplikationen auftreten, auch wenn diese äußerst selten sind. Sollte es aber zu einem Problem kommen, kann dies durchaus gefährlich werden. Grundsätzlich ist eine Nierenstein-OP aber nicht gefährlich – vorausgesetzt, der Patient bereitet sich gut darauf vor und hält sich an die Vorgaben des Arztes.

Wer sich trotz allem unsicher ist, ob eine Nierenstein-OP der richtige Weg ist, sollte mit einem Nephrologen sprechen. Ein Facharzt für Nierenerkrankungen kann die individuellen Risiken am besten abschätzen und den Patienten fachlich darüber aufklären. Der Mediziner kann zudem abschließend beantworten, ob die Nierenstein-OP im Hinblick auf die Konstitution des Patienten und die Größe der Nierensteine gefährlich ist.


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